szmmctag

  • Ein Hoch der Asymmetrie

    Via Ole: der Schräge Hangnager.

    Da haben wir wieder so einen Fall der Bekritzelung einer Klowand (oder zumindest einer Schamwand). Da verlinkt der aus meiner ostfriesischen Heimat stammende Ole auf eine scheinbar wissenschaftliche Seite, die die Tierart "Schräger Hangnager" beschreibt. Und dort wird behauptet - ich erlaube mir zu zitieren - "[...] ist ein einzigartiges Tier [...]".

    Dem muss ich im Sinne der gründlichen wissenschaftlichen Recherche ausdrücklich widersprechen. Denn es gibt eine weitere Art, bei der die Beine rechts vs. links keineswegs symmetrisch sind. Es handelt sich um den "Homo ostfriesiensis lateralis", zu dem ich mich selber zähle. Wenn auch nicht so ausgeprägt wie beim schrägen Hangnager, so weiss man doch von Höhenunterschieden um die 20 mm bei einem Morphotyp "rechts kurz".

    Der genetische Vorteil ist absolut klar: das aufrechte Laufen am Deich. In meinem Fall bedeutet das: im Uhrzeigersinn aussen am Deich, entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Innenseite. Der aufmerksame und kritische ToilettenbesucherLeser fragt sich natürlich sofort, was denn so ein schräger Ostfriese macht, wenn er - was selten ist - mal nicht am Deich entlanggeht, sondern etwa an einer Strasse.

    Dafür haben die Ostfriesen eine gar wunderbare Lösung geschaffen: den Graben am Strassenrand. Auch dieser weist zwei ungleich schräge Seiten auf, die den verschiedenen Morphotypen den aufrechten Gang ermöglichen.

    Über die Paarungsgewohnheiten dieser Lebewesen hülle ich mal den Manten des Schweigens und verweise nur darauf, dass sie nicht notwendig mit denen des schrägen Hangnagers übereinstimmen.

  • Bücher-Geek

    Beim Packen eines Umzugskartons kam plötzlich der beruhigte Gedanke "Oh, Douglas Adams, Terry Pratchett und Neil Gaiman werden sich hier gemeinsam wohlfühlen". Von der Regalnachbarschaft zur selbigen im Karton...
    I oughta get a life.

  • Stille

    Grund für die Stille im Januar ist mein besonders gelungener Jahreswechsel, gerne auch als "Guter Rutsch" bezeichnet. Nach dem mittaglichen Einkaufen zu Silvester auf der gefliesten Treppe nochmal umgedreht und einen fatalen Fehltritt begangen, der mich in fast perfekter Rückenlage - die Wertungsrichter hatten eine leichte Drehung zur rechten Seite zu monieren, die leichte Punktabzüge zur Folge hatte - auf der letzten Stufe wieder in Kontakt mit selbiger Treppe brachte. Folge war
    A] ganz kurzfristig: heftige Atemnot,
    B] kurzfristig: Transport ins Krankenhaus, Diagnose von 2 gebrochenen Rippen,
    C] mittelfristig: einige Tage Krankenhausaufenthalt (also über Silvester) mit der genaueren Diagnose von 3 gebrochenen Rippen,
    D] und langfristig: 4 Wochen Krankschreibung mit Schonung und ordentlich dosierter Schmerzmittelgabe.

    Mittlerweile ist das mit der Krankschreibung vorbei, die Schmerzmittel werden geringer dosiert und die Schonung wird auch langsam zurückgefahren. Der Chef gesteht mir 2 Tage Heimarbeit je Woche zu - vielen Dank! Also kann ich auch mal wieder "was" schreiben, falls mir noch der eine oder andere Leser über die lange Zeit treu geblieben ist.

    Mitgelesen habe ich so einigermassen, so dass ich die Jugendfotos, die "Fakten" vom Focus und die Revolution mitbekommen habe. Habe ich sonst noch etwas wichtiges verpasst?

  • DNA hatte Recht

    Und ein früherer Kollege im Zivildienst auch: ein Handtuch ist der absolut nützlichste Gegenstand, den man unterwegs (z.B. als Anhalter) dabei haben sollte. Jetzt hat ein Handtuch einer älteren Frau in Kanada das Leben gerettet. Wie Spiegel Online berichtet, war sie mit dem Auto von der Strasse abgekommen und konnte das Auto nicht verlassen. Als sie erst nach sechs Tagen gefunden wurde, ging es ihr noch relativ gut, weil sie das Kondenswasser an der Windschutzscheibe mit einem Handtuch abwischte und aus diesem heraus saugte.

    Und deswegen zelebrieren wir auch dieses Jahr wieder den Towel Day in Erinnerung an den vorausschauenden Douglas N. Adams.

  • Witze...

    ... zu verlinken ist ja nicht gerade grosses Bloggen, aber der Blondinenwitz hier bei sebas ist einfach zu gut, um ihn auszulassen. :DD

  • Rubiks Lisa

    Grandioses Bild: Mona Lisa mal anders

    Nach meiner Zählung sind das 15*22 = 330 Würfel, um die Originalgröße zu erhalten. Die alle in die richtige Position zu bringen, ist schon ein beträchtlicher Aufwand.

    Tipp zum Betrachten: etwas weg vom Monitor und nicht direkt auf das Gesicht schauen. Oder auch die Augen absichtlich unscharf stellen. Dann fallen nämlich die (falschen) Kanten zwischen den Quadraten weg (technisch: das Bild ist in den niedrigen Ortsfrequenzen recht akkurat, nur die höheren stimmen nicht - und die filtert man durch Unscharfstellen wieder heraus).

    Was man sieht ist eigentlich nicht sehr anders als das Bild beim Monitor, das sich aus einer begrenzten Zahl von Elementen weniger Farben ergibt.

  • Neuerung im TV

    MC Winkel wird zukünftig "Wetten Dass" moderieren. Damit Blogger endlich ihr Talent zur journalistischen Unterhaltung auch den (Noch-)Nicht-Bloglesern nahebringen können, wird der allseits geschätzte MC Winkel die bekannte Sendung von Thomas Gottschalk übernehmen.

    MC4WettenDass

    Zumindest, wenn Ihr alle hier mitmacht und kommentiert.

  • Langsamer Kaffee

    Das Kleine F erinnert uns an eine Art von Neuentdeckung der Langsamkeit:
    Die berühmte Kaffeeszene bei Ally McBeal.

    PS: Ja - ich habe immer Ally geguckt, ich geb's zu.
    PS2: Bei mindestenshaltbar.net gibt es (jetzt?) auch sehr schöne Podcasts.
    PS3: Soo weit bin ich mit meiner Blogroll zurück...

  • Energieverbrauch pro Person

    Wir Deutschen/Europäer/Industrielandbewohner verbrauchen viel Energie. Soweit klar.
    Mit Energieverbrauch geht (solange man nicht komplett regenerativ produziert) Umweltverschmutzung einher. Auch klar.
    Die Folgen der Umweltverschmutzung werden u.a. als Veränderung des Weltklimas, Unfälle bei Transport (Tanker) oder Herstellung (Tschernobyl) deutlich. Hmmm, klar.

    Können wir so weitermachen?

    Wir wollen aber doch nicht zurück in die Steinzeit. Erst recht klar.

    Also:

    Frage 1: Wieviel (konvenzionellen) Energieverbrauch können wir uns leisten?
    Frage 2: Wieviel produzieren wir zusätzlich regenerativ?

    Frage 2 ist recht einfach, wenn wir Frage 1 beantwortet haben, denn sie ergibt sich marktgesteuert aus den Kosten, die wir für den Luxus (zusätzliche Energie) zu zahlen bereit sind.

    Für Frage 1 verwenden wir die Kinderversion des Kategorischen Imperativ: Was wäre, wenn alle so handeln würden?

    Hier angewandt: Was wäre, wenn alle Menschen so viel Energie verbrauchen würden.

    Denn wir leben derzeit auf der Basis, dass "die anderen" nicht reich genug sind, um so viel Energie zu verbrauchen wie wir. Und wer jetzt das Problem darin sieht, dass sich das - zum Teil - ändert, indem Indien, China, Südamerika und einige andere hinsichtlich ihrer Wirtschaftskraft aufholen, muss sich nicht nur Egoismus vorwerfen lassen, sondern auch den nicht umzusetzenden Wunsch, deren Wirtschaftswachstum aufhalten zu können.

    Bleibt als Konsequenz die einfache Formel, dass wir jedenfalls pro Person nicht mehr konvenzionell produzierte Energie verbrauchen dürfen, als derzeit weltweit durchschnittlich verbraucht wird - und das ist schon zu viel, wie man an den Folgen ablesen kann. Das genauere Ableiten davon, wie viel (eher wie wenig) es tatsächlich wäre, sei den Wissenschaftlern überlassen, aber jede einfache Abschätzung führt uns dahin, dass selbst die hochgesteckten internationalen Klimaziele (Kyoto) noch längst nicht ausreichen.

    Daher zwei Aufrufe: der eine an die Politiker - tut mehr! Der andere an jeden einzelnen (und damit erst recht an mich) - tut mehr!

  • Die Herren Doktoren

    Wie Lyssa schrieb, sollte man vorsichtig sein, Mediziner (gern mit Doktoren gleichgesetzt) mit "niederen" Berufen zu vergleichen. Die reagieren da gerne empfindlich.

    So geschehen dem Kollegen eines Freundes, selber Doktor der Ingenieurswissenschaften, der sich am Abend vor einer lebensrettenden Operation im Gespräch mit dem Chefarzt befand. Dieser entdeckte den Doktortitel in der Patientenakte und sprach den zu Operierenden direkt mit "Herr Kollege" an. Diese Kollegialität empfand er jedoch als Anbiederung und erwiderte "Nein, wir sind keine Kollegen. Ich habe einen richtigen Doktor."

    Ingenieure, Informatiker und viele Naturwissenschaftler schauen da sehr auf die Mediziner herab, deren Doktorarbeit sich in den genannten Gebieten oft nicht einmal als Studienarbeit (die kleine Vorübung zur Diplomarbeit, die man wiederum als kleine Vorübung zur Dissertation ansehen könnte) qualifizieren würde. Während Mediziner ihre Promotion innerhalb weniger Monate zum Teil schon neben dem Studium oder innerhalb von Praktikumszeiten erwerben können, brauchen die oben genannten häufig 4 bis 6 Jahre in Mehr-Als-Vollzeit.

    Die Geschichte oben ging jedenfalls gut aus. Auch wenn der Chefarzt schockiert bis beleidigt war, wurde die Operation korrekt durchgeführt, der Kollege musste seine Offenheit nicht bereuen.

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